Imaging of Matter
Arwen Pearson erhält Suffrage Science Award 2026
8. April 2026

Foto: UHH, Esfandiari
Als eine von 11 Preisträgerinnen hat Prof. Arwen Pearson den Suffrage Science Award 2026 bei einer Feierstunde an der Universität Oxford entgegengenommen. Der Award würdigt wegweisende Frauen in der Wissenschaft und schafft einen sich selbst erhaltenden Talentpool, der andere dazu ermutigt, in die Wissenschaft einzusteigen und Führungspositionen zu übernehmen.
Die Auszeichnung folgt einem besonderen Muster: Alle zwei Jahre nominiert jede Preisträgerin eine Person, an die sie ihren Preis weitergibt. Diese Anerkennung durch Kolleginnen hat große Bedeutung für die Preisträgerinnen. Jede Preisträgerin schafft ihren eigenen „Stammbaum“, während der Preis von einer Preisträgerin an die nächste weitergegeben wird, wodurch ein internationales Netzwerk inspirierender weiblicher Vorbilder in allen Bereichen der Suffrage Science entsteht.
Arwen Pearson ist Professorin am Institut für Nanostruktur- und Festkörperphysik der Universität Hamburg und Forscherin im Exzellenzcluster „CUI: Advanced Imaging of Matter“. Sie wurde von der jordanischen Strukturbiologin Prof. Areej Abuhammad nominiert: „Es ist mir eine Ehre, Professor Arwen Pearson für ihre bahnbrechende strukturelle Biophysik und ihr transformatives Engagement für die Stärkung von Wissenschaftlerinnen zu nominieren. Durch ihre führenden Rollen hat sie die zeitaufgelöste Kristallographie revolutioniert und molekulare Filme von Biomolekülen geschaffen, die die Strukturbiologie voranbringen und kritische gesundheitliche Herausforderungen wie COVID-19 adressieren. Durch ihre außergewöhnliche Mentorinnentätigkeit verkörpert sie den Geist von Suffrage Science. Sie ist nicht nur eine herausragende Wissenschaftlerin und Mentorin, sondern auch zutiefst mitfühlend und großzügig in ihrer Unterstützung. Sie stärkt andere, während sie führt, und es ist mir eine Ehre, zu sehen, wie dieses Juwel in ihre Hände gelegt wird.“
Der Preis wurde 2011 vom MRC London Institute of Medical Sciences (LMS) anlässlich des 100. Jahrestages des Internationalen Frauentags ins Leben gerufen. Ursprünglich wurden nur wegweisende Führungspersönlichkeiten aus den Lebenswissenschaften gewürdigt, doch im Laufe der Zeit wurde das Spektrum erweitert, um auch Frauen in den Bereichen Ingenieurwesen und Physik sowie in Mathematik und Informatik zu ehren. Heute bilden fast 200 Preisträgerinnen ein Netzwerk inspirierender Frauen aus aller Welt.

